Wie und wann kaufe ich Aktien? Diese Tipps & Infos zum Aktienkauf muss man kennen!

Wie kaufe ich Aktien? Wir klären auf!Immobilien und Edelmetalle gelten als sichere Anlagen. Aber auch Aktien können sichere Investments sein. Gelegentlicher Störfeuer auf den Aktienindex und flauer globaler Wirtschaftsdaten zum Trotz gibt es handfeste Argumente für Engagements am Aktienmarkt. Niedrige Zinsen führen zu einem ungeahnten Anlagennotstand – wer beispielsweise Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere getätigt hatte, muss unter Berücksichtigung der Inflationsrate mit realen Geldverlusten rechnen.

Zudem liegen die Renditen der Dax-Konzerne in namhaften Größen über denen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen.

Betrachtet man außerdem die sporadischen Preisschübe bei Sachwerten wie Immobilien oder Edelmetalle, könnten Aktien immer mehr zu erstklassigen Anlageformen avancieren – nicht zuletzt, weil die Anleger am jeweiligen Unternehmen unmittelbar beteiligt sind.

Deshalb sind Aktienanlagen adäquate Mittel, sich gegen die Auswirkungen immer schneller rotierender Geldpressen aufzustellen.

Allerdings ist die allgemeine Akzeptanz der Aktienpapiere relativ gering; die Zahl der Aktienverkäufe stagniert partiell. Die Gründe dafür sind oft hausgemacht.

Angst, Gier und Kopflosigkeit

Geldanlagen sollten immer rationale Entscheidungen sein – auf dem Aktienparkett sind Ängste vollkommen deplatziert. In der Wirklichkeit allerdings beherrschen oft Emotionen das Handeln, die Griechenlandkrisen oder auch der von der Geldgier befeuerte Hype um den 2012er Facebook-Börsengang sind gute Beispiele dafür.

Dazu überprüfen viele Anleger vor dem Aktienkauf lediglich die kurzfristigen Kursverläufe der letzten Monate. Dabei wiederum vergessen sie Krisen, die etwa ein Jahrzehnt zurückliegen. Dieser Kopflosigkeit sollte ein striktes Training langfristiger Denkweisen entgegengesetzt werden.

Was in 30 Jahren passieren kann, bedenken die wenigsten Anleger – aber gerade dieses vorausschauende Gespür zählt. Nicht der Dax-Stand zum Jahresende ist relevant, sondern eine fundierte Prognose über wenigstens fünf Jahre. Staatlichen Liquiditätsspritzen sollte dabei allerdings mit gesunder Skepsis begegnet werden.

Der Umgang will gelernt sein!

Die „sicheren Häfen“

Was ist drin im Depot Portfolio?Tagesgelder oder Bundesanleihen gelten als sichere Investitionen. Gründe dafür sind Inflationsängste, denen mit vermeidlich sicheren Investments begegnet werden kann. Dabei verlassen sich die meisten Anleger darauf, dass die Gemeinschaftswährung Euro noch in zehn, zwanzig Jahren unverändert weiter existiert.

So sind währungsunabhängige Investments wie Grundstücke, Häuser oder Wohnungen durchaus berechtigt – keinesfalls sollte es der Anleger aber mit Betongoldinvestments übertreiben. Derart angestrengte Käufe von Kunstwerken, Gold, Bordeauxweinen, also von allem Anfassbaren, katapultiert den Investor auf Märkte, auf denen er sich nicht auskennt und wo diverse Verkäufe schwierig sind.

Deshalb ist es clever, Aktien zu kaufen, die breit über verschiedene Branchen und Regionen gestreut sind. Damit tritt man auch Geldentwertungsängsten entgegen.

Dennoch: Die heimischen Anlagen dominieren die Depots. Hintergrund ist das ausgeprägte Kontrollbedürfnis vieler Anleger – sie lieben Unsicherheiten gar nicht. Denn Informationen sind aufgrund der Sprache schnell zu beschaffen und leicht zu verstehen. Zudem berichten die Medien wesentlich ausgeprägter über heimatliche Unternehmen als über die ausländischen Firmen. So wird zusätzliche Sicherheit suggeriert – deshalb verzichten Anleger oft auf eine breite Streuung. Sie verzichten dadurch nicht selten auf Renditeaussichten und vergrößern selbst die eigenen Risiken.

Selbstüberschätzung und Wahrnehmungsprobleme

Fondsmanager haben es heutzutage schwer, nicht zuletzt, weil sich der jeweilige Sparer ein besseres Händchen zutraut. Over-Confidence nennen das Börsenpsychologen. Begründet ist die Selbstüberschätzung in der Finanzkrise, in der viele ihre Aktienfonds verkauften und ganz auf eigene Faust weiter investierten.

So gedenken Anleger in völliger Selbstüberschätzung zunächst, etwa 20-prozentige Aktienkursverluste schultern zu können. Sollte der Fall eintreten, bevorzugen sie aus Ratlosigkeit Panikverkäufe, ohne zukünftige Aufwärtsbewegungen abzuwarten.
Over-Confidence wird auch durch die Internet-Informationsflut befeuert. Weil Alltägliches untergeht, werden nur noch Extrempositionen wahrgenommen, von denen die negativen bevorzugt sind. Deshalb lösen positive Informationen bereits eindrucksvolle Kursrallyes aus. Zusätzlich werden simplen Informationen höhere Werte beigemessen als komplizierteren.

Umschichten, nachkaufen, abstoßen

Anleger reagieren oft übertrieben. Ein Zockerverhalten aber behindert schnell Profite aus nachhaltigen Kursgewinnen. An häufigen Depot-Umschichtungen verdienen die Banken prächtig und oft vergessen die Anleger, diese Kosten auf ihre Renditeoptionen anzurechnen.
Verluste sollte man andererseits nicht aussitzen.

Aktien oberflächlich betrachtet zu verbilligen, also mit Kursverlusten behaftete Anteilsscheine nachzukaufen, um den durchschnittlichen Einstandspreis abzusenken, ist ebenfalls ein Fehler. Clever ist vielmehr eine Stopp-Loss-Strategie: Werden bestimmte Kursmarken unterschritten, wird verkauft. Auch Gewinne sollten geplant werden, um steigende Papiere nicht zu zeitig zu veräußern.

Nur die Rendite?

Einziger Fokus vieler Anleger ist einzig und allein die gegenwärtige Rendite. Ethische Aspekte werden strikt unterbewertet, was in einer Welt, in der sich die Macht von Unternehmen ständig verändert, unzureichend ist.

Mit seinem Aktienkauf unterstützt man bestimmte Firmenmodelle. Sie unbeachtet zu lassen, kann sich als großer Fehler herausstellen.

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