Haushaltsbuch führen: Tipps um die Finanzen im Griff zu haben!

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m Ende des Gehalts noch zu viel Monat übrig? – Es heißt, dass jeder 12. Privathaushalt überschuldet ist. Warum aber ist das so? Liegt es daran, dass beispielsweise beim täglichen Einkauf, egal ob off- oder online, scheinbar günstige Angebote locken und man die Ausgaben nicht mehr im Griff hat? Kann vielleicht das Führen eines Haushaltsbuches helfen?

Die Werbung verfehlt ihre Wirkung sicherlich nicht, da immer mehr Menschen zum Spontankauf neigen und sich oftmals Dinge kaufen, die sie entweder gar nicht brauchen oder die, sehr streng genommen, ein sogenanntes Luxusgut darstellen.

Werden diese Käufer befragt, lassen sie durchblicken, dass diese Gegenstände nur für das eigene Ego angeschafft wurden.

Mit Payback-Punkten, Kreditkarte & Co in die Miese …?

Jeder kennt das, wenn im Supermarkt an der Kasse die Kassiererin fragt, ob Treuepunkte gesammelt werden oder man mit Kreditkarte bezahlen möchte. Das sind zwei Fragen, die den Einkäufer schnell dazu veranlassen können, etwas mehr einzukaufen, als eigentlich benötigt wird.

Wenn dann noch mit EC- oder Kreditkarte bezahlt wird, kann schnell der Überblick über bereits getätigte Ausgaben verloren gehen. Auch kleine sich wiederholende Beträge, können schnell über einen Zeitraum von einem Monat zu einer immensen Summe anwachsen.

Von dieser Summe hätte manch ein Einkäufer mit Sicherheit auch einiges sparen können. Um sich über die monatlichen Ausgaben einen guten Überblick zu verschaffen, kann ein Haushaltsbuch wertvolle Dienste leisten.

Ein Haushaltsbuch führen verschafft einen besseren Überblick

Haushaltsbuchführen führen leicht gemachtEin Haushaltsbuch führen, mag manchem altmodisch erscheinen. Doch ein Haushaltsbuch kann helfen, über die Kosten einen Überblick zu behalten. Hier werden alle Einnahmen und Ausgaben schriftlich festgehalten.

Anfangs kostet es vielleicht etwas Überwindung, es trägt aber schnell dazu bei, dass sich ein gutes Gefühl einstellt, die monatlichen Ausgaben in den Griff zu bekommen.

Alternativ, zu dem klassischen Haushaltsbuch, das „kostenfrei“ und in Schreibwarengeschäften erhältlich, gibt es weitere Varianten:

  • das moderne Haushaltsbuch, das online bedient wird und meist mit Kosten verbunden
  • das digitale stationäre Haushaltsbuch, auch oftmals nicht kostenfrei,
  • Haushaltsbuch führen mit Hilfe einer Excel Tabelle und
  • das digitale mobile Haushaltsbuch, wobei der Besitz eines Smartphones Voraussetzung ist.
  • Das klassische Haushaltsbuch geht immer.

Das klassische Haushaltsbuch führen heißt, man besorgt sich ein Heftchen, üblichcherweise in den Größen DIN A6 oder DIN A5. Dieses wird händisch ausgefüllt und in Spalten aufgeteilt: Kategorie, Bezeichnung, Aufwand, Ertrag, Vortrag. Der Vorteil liegt klar auf der Hand.

Man kann es immer mit sich führen. Und es hat noch weitere Vorteile, wenn es mit den digitalen Varianten verglichen wird: Rechnungen, Belege und Quittungen können reingelegt oder geheftet werden – wer mag, klebt sie ein.

Zudem ist diese Art Haushaltsbuch führen super einfach in der Bedienung :-). Als kleiner Tipp sei gesagt, dass Haushaltsbücher von vielen Banken und Sparkassen kostenlos angeboten werden. Lediglich Voraussetzung ist, dass man dort auch Bankkunde ist. Also einfach mal bei der Hausbank anfragen.

Das moderne Haushaltsbuch via Online-Service

Mit dem modernen Haushaltsbuch ein Haushaltsbuch führen, heißt, sich online einen Überblick über die Ein- und Ausgaben zu verschaffen. Es handelt sich hierbei vergleichsweise zum klassischen Haushaltsbuch um eine etwas andere Art von Buchführung.

Die Varianten, die Online angeboten werden, sind in der Regel mit Kosten verbunden. Wir wollen aber doch die Kosten senken. Man sollte also vorsichtig sein, um welche Tools es sich hier handelt und ob sie zu empfehlen sind.

Nicht zu vergessen ist, dass Haushaltsbücher ja oft auch sehr private Dinge enthalten. Immerhin erhält derjenige, der die Gehälter der Familie online verwalten will, detaillierte Informationen zu Ausgaben Einzelner. Eine Internetverbindung muss vorhanden sein.

Empfehlungen:

Oder doch lieber das digitale stationäre Haushaltsbuch?

Für das digitale aber stationäre Haushaltsbuch wird eine Software benötigt, die auf dem Laptop oder stationärem PC installiert wird. Hier ergibt sich im Vergleich zum klassischen Haushaltsbuch führen schon so mancher Vorteil.

Doch auch diese Variante ist meist mit Kosten verbunden. Die kostenlose Software diesbezüglich ist oft eine Shareware, eine Testversion, wo die Tools nicht im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Bei Erweiterung des vollen Funktionsumfangs kostet es wieder Geld.

Bei der stationären Software sind meistens umfangreiche Tipps mit enthalten, welche bei Einsparungen helfen können. Belege können nicht abgelegt werden, außer man scannt sie ein. Wer auf Datenschutz acht gibt, sollte sich für diese Möglichkeit der Übersicht privater Kosten entscheiden.

Haushaltsbuch führen per Excel-Tabelle …

Eine weitere Möglichkeit tut sich auf mit der klassischen Excel Tabelle. Genau genommen ist diese Methode neben dem klassischen Haushaltsbuch führen sicherlich die effektivste Variante. Hierfür müssen Grundkenntnisse in Excel vorhanden sein.

Excel HaushaltsbuchWenn die Tabelle steht, das heißt, sie wurde auf die jeweiligen Bedürfnisse formatiert, kann eine Excel Kalkulation hilfreich sein.

Die Ausgaben werden automatisch von den Einnahmen subtrahiert und gegengerechnet. Es ist möglich, Wochen-, Monats- und Jahresstatistiken zu erstellen und zu vergleichen. Überhaupt lassen sich aus den Rohdaten allerlei Statistiken und Verläufe gewinnen.

Saisonale Schwankungen können mithilfe von Kalkulationstabellen dargestellt werden. Gute Standard-Vorlagen finden sich bei Microsoft Word innerhalb der Mustervorschläge.

Mit der App zum Haushaltsbuch

Das digitale und mobile Haushaltsbuch ist eine gute und meistens auch günstige Alternative. Hier bedient man sich der Apps (iOS und Android) für Smartphones. Klar ist, dass hierfür ein vorhandenes Smartphone die Grundvoraussetzung ist.

Entsprechende Apps sind kostenlos oder für wenig Geld zu haben. Einfach mal in den Appstores nach „Haushaltsführung“ oder auch „-Buch“ suchen.

Zu bedenken gilt, genau wie bei der Onlinelösung, dass die meist doch sensiblen Daten nur bedingt sicher sind.

Fazit

Für welches Haushaltsbuch sich auch immer entschieden wird – es kann für die ganze Familie verwendet werden. Es wird einfach jede Einnahme oder Ausgabe vermerkt und dann notiert, wer Sie wann getätigt hat.

Es ist erstaunlich, dass meist schon nach wenigen Tagen festgestellt werden kann, wie viel Geld tatsächlich für so einige Dinge ausgegeben wird, die vorher nicht berücksichtigt wurden. Ein Haushaltsbuch führen lohnt sich in jedem Fall.

Deshalb lässt sich auch das größte Gegenargument „Arbeitsaufwand…“ recht schnell entkräften. Man muss gar nicht über Monate hinweg penibel jede kleinste Ausgabe erfassen.

Im Gegenteil reichen schon einige lückenlose Tage um einen guten Überblick über unnötige Kosten zu erhalten. Man muss es nur wirklich machen und auch wollen!

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