Testbericht: Das CASHFLOW® 101 Brettspiel

Cashflow Spiel

Das Cashflow 101 Spielbrett

Jedem, der sich ein wenig mit Vermögensaufbau für Private beschäftigt, dem ist das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki wahrscheinlich ein Begriff.

Hier im Blog wurde zuletzt erwähnt, dass der Autor nach Deutschland kommt.

Das Buch ist nicht das einzige Produkt von Kiyosaki. Er hat vielmehr die Grundidee des Buches auf ein Spiel übertragen (hier schon einmal im Blog berichtet). Dieses Spiel heißt Cashflow 101. Gewinner ist bei diesem Brettspiel derjenige, der am schnellsten aus der „Tretmühle“ herauskommt und seinen Traum verwirklichen kann.

Cashflow 101 wird mittlerweile weltweit und auch in Deutschland in eigens dafür gegründeten Cashflow Clubs gespielt. In vielen der größeren Städte gibt es eine solche Spielegemeinschaft.

Wir hatten jetzt die Möglichkeit, das Cashflow 101 Brettspiel ausgiebig zu testen. Viel Spaß beim Testbericht zum Cashflow 101 Brettspiel.

Die Grundidee von Cashflow 101

Das eigentliche Ziel des Cashflow Spiels ist es zu bilden und zwar finanziell zu bilden. Man soll nicht nur einfach Spaß am Spielen haben, sondern vielmehr auch etwas aus dem Spiel mitnehmen, was das bloße „Ich habe Gewonnen!“ überschreitet.

Gewinnen kann nur derjenige, der das Prinzip des Vermögensaufbau verstanden hat und letzten Endes seinen Traum erfüllen kann.

Die „Tretmühle des Lebens“ – hier muss man im Spiel herauskommen

Grundidee dabei ist, dass (fast) jeder in einer Art „Laufrad“ gefangen ist. Monat für Monat fallen Kosten für die verschiedensten Dinge an. Der größte Teil des Einkommens wird aus nichtselbstständiger Arbeit bezogen. Passives Einkommen macht nur einen kleinen Teil am Gesamteinkommen aus.

Das erste Ziel im Spiel ist, dieses passive Einkommen soweit zu erhöhen, dass es den monatlichen Ausgaben entspricht oder sogar übersteigt. Man soll also vom passiven Einkommen „leben können“.

Diese Grundidee vom Leben aus passivem Einkommen wurde von den Machern auf Cashflow übertragen. Ob erfolgreich oder nicht, das zeigt unser Test.

Spielaufbau und Qualität des Spiels

Das Cashflow-Spiel ist relativ schnell aufgebaut. Benötigt wird das Spielbrett, Spielfiguren, einige Chips in derselben Farbe wie die Figuren sowie die Ereigniskarten „Große Deals“, „Kleine Deals“, „Der Markt“ und „Schnickschnack Karten“.

Zusätzlich bekommt jeder Spieler von der Bank einen gewissen Betrag zu Beginn ausgezahlt, der sich aus dem jeweiligen Beruf (Berufkarten werden zu Anfang verteilt) ergibt.

Das Cashflowgeld – hier hätte man sich mehr Qualität gewünscht

Beim Auspacken viel zunächst leider unangenehm auf, dass die Qualität des Brettspiels bei weitem nicht etwa einer Standardausgabe von Monopoly entspricht. Angesichts des hohen Preises von derzeit 197 € (!) darf man durchaus eine entsprechende Qualität erwarten.

Das Spielbrett wirkt etwas dünn, das Spielgeld kann ebenfalls nicht mit denen aus Monopoly mithalten.

Im Vergleich fällt einfach auf, dass hier Abstriche zu machen sind. Auch die Figuren hätten vielleicht eher unterschiedlich in ihrer Form und nicht nur in ihrer Farbe ausfallen dürfen. Schön wären schwerere Metallfiguren gewesen.

Das Cashflow-Spielfeld komplett aufgebaut

Davon abgesehen funktioniert der Aufbau durch eine einfache Kennzeichnung auf dem Spielfeld recht einfach. Auf den ersten Blick war lediglich der viele Text leicht irritierend, was sich aber auch schnell wieder gelegt hat.

Jetzt geht’s los, Cashflow 101 wird gespielt!

Wichtig ist aber beim Cashflow 101 Spiel, dass es Spaß macht und man auch tatsächlich etwas lernen kann. Denn genau dafür ist das Brettspiel auch bekannt und wird deutschlandweit in eigens dafür gegründeten Cashflow Clubs gespielt.

Zu Beginn bekommt jeder eine eigene Spielfigur sowie die passenden Chips zugeordnet. Danach folgt die Zuordnung der Berufe (nach Zufall). Vom Pfleger bis zum Arzt sind diverse Berufe dabei. Je nach Beruf verdient man monatlich unterschiedlich viel und bekommt von der Bank eine entsprechende Auszahlung (Zahltag).

Nun könnte man meinen, ein Beruf mit hohem Einkommen sei hilfreich und erforderlich um das Spiel zu gewinnen. Genau das ist es aber nicht. Wer ein höheres Einkommen hat, muss mit etwa höheren Ausgaben für Kinder und höheren Hypothekendarlehen rechnen.

Sind die Würfel gefallen, bewegt man sich zunächst innerhalb der „Tretmühle“. Um dort herauszukommen und in den „Fast Track“ zu gelangen muss man erfolgreich Geschäfte abwickeln und sein passives Einkommen etwa durch eigene Betriebe oder Dividenden erhöhen. Ob man eine große Chance oder einen kleinen Deal eingehen kann und möchte, muss dabei vom jeweiligen Kassenbestand abhängig gemacht werden.

Der Lerneffekt und das Gespür für ertragreiche Geschäfte entwickelt sich dabei mit Hilfe eines Bogens, in dem in jeder Runde die Veränderungen berechnet und eingetragen werden müssen. Der Mitspieler muss das richtige Eintragen überwachen.

Wird beispielsweise an die Bank eine Autokredit-Verbindlichkeit getilgt, verändert sich die entsprechende Position in der Bilanz unter Verbindlichkeiten auf 0. Gleichzeit entfallen unter Ausgaben regelmäßig fällige Zinszahlungen, so dass sich im Ergebnis der monatliche Cashflow erhöht.

Die Vermögensübersicht – hier werden alle Vermögenswerte und fällige Zahlungen ein- und ausgetragen

Passives Einkommen erreicht man bei Cashflow 101 wie im „echten Leben“ vor allen Dingen durch Vermögenswerte. Genau hierauf sollte man sein Augenmerk im Verlauf des Spiels richten. Etwas langweilig machte den Spielverlauf, dass es schon nach kurzer Zeit absehbar war, zu welchem Preis man beispielsweise Aktien kaufen sollte und wo man es besser gleich sein lässt.

Wer geschickt agiert, erhält innerhalb kürzester Zeit – im echten Leben eher sehr selten – das Vielfache seines Einsatzes zurück. Spielt dann ein eingefleischter Cashflow Fan gegen einen Neuling, dürfte dieser Kaum – ohne richtige Einweisung – eine Chance auf den Gewinn haben.

Schafft man es auf den Fast Track zu kommen ist das Spiel vorbei, wenn man seinen zu Beginn des Spiels festgelegten Traum kaufen kann oder die eigenen Geschäfte den monatlichen Cashflow deutlich erhöhen.

Wie schnell man gewinnen kann hängt hier vor allen Dingen auch vom Glück ab. Kommt nämlich ein anderer Spieler auf den eigenen Traum, verteuert sich dieser automatisch. Teilweise kostet die eigenen Yacht hier schnell eine Million Euro.

Wer sich seinen Traum erfüllen kann – hier ein Erholungspark – gewinnt das Spiel

Nicht empfehlenswert ist es übrigens wie bei fast allen Spielen dieser Art, die Arbeit der Bank zu übernehmen. Aufgrund der ständig stattfindenen Zahlungen und Einziehungen ist man als Bank quasi nur mit dem Geld ausgeben und einnehmen beschäftigt. Aber das ist wohl ein notwendiges Übel für den reibungslosen Spielbetrieb.

Das Fazit – lohnt sich der Kauf von Cashflow 101?

Die spannende Frage ist natürlich letzten Endes, ob sich der Kauf eines Spiels für knapp 200 € etwa bei Amazon tatsächlich lohnt. Die Antwort kann sich letzten Endes nur jeder selbst geben. Wer das Spiel als Investition in die eigene finanzielle Bildung sieht und spielerisch an das Thema herangehen möchte, der ist mit Cashflow sicher nicht schlecht beraten.

Das Spiel macht Spaß und selbst Kinder können innerhalb kürzester Zeit zwischen Vermögenswerten, Ausgaben, Verbindlichkeiten etc. unterscheiden. Dass man diese Unterscheidung im Griff hat und schließlich ein Gefühl für ertragreiche Geschäfte bekommt ist schließlich Grundvoraussetzung um das Spiel von Robert T. Kiyosaki „Cashflow 101“ zu gewinnen.

Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Wer sich an das Thema herantasten möchte, kann zunächst auch auf das Buch von Kiyosaki zurückgreifen um seine Grundidee zum Vermögensaufbau kennenzulernen.

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