04Dez Leitzins: von 3,25% auf 2,5%
Heute hat Jean Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank bekannt gegeben, dass der Leitzins, also der Hauptrefinanzierungssatz zu dem Banken Kredite aufnehmen können auf 2,5% gesenkt wird. Das bedeutet einen Sprung um 0,75%, denn der letzte Leitzins lag bei 3,25%.
Das bedeutet die größte Veränderung die die EZB jemals vorgenommen hat. Besonders überraschend finde ich jedoch den Ton, den Trichet in seiner Begründung angeschlagen hat. Er wolle damit auch die konjunkturelle Entwicklung beeinflussen. Bislang war es und ist es (auch festgeschrieben) oberste Priorität der EZB, Preisstabilität zu gewährleisten.
Nichts desto trotz begrüße ich die Senkung: Ein niedriger Leitzins bedeutet größere Kreditaufnahmen und damit auch mehr Investitionen. Mehr Investitionen bedeuten mehr Arbeitsplätze und mehr Arbeitsplätze bedeuten mehr Einkommen und das wiederrum ein höheres BIP (würde ein VWLer sagen); kurz gesagt: es wird hoffentlich bald allen besser gehen!
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14. Dezember 2008 um 11:45 Uhr
Aktuell kann man ja wunderbar beobachten, dass das von Dir angesprochene Prinzip: niedrigere Leitzinsen = höhere Kreditaufnahme dadurch konterkariert wird, dass die Banken ihre Kreditzinsen teilweise sogar erhöhen, um den Risikopuffer für Ausfälle zu vergrößern bzw. ihre Marge zu verbessern. Solange das so bleibt, werden die niedrigeren Leitzinsen leider noch nicht ihren gewünschten Effekt entfalten.